Transferwerkstatt Heimat 2.0

3. Treffen der Ergebnistransfer-Modellprojekte

Am 24. und 25. März kamen wir im Kulturzentrum One World in Ostheide  zusammen, um uns mit unseren Fördergebern (BMWSB & BBSR) und den parallelen Transferprojekten intensiv mit den Herausforderungen und Verstetigungschancen unseres Netzwerks auseinanderzusetzen. Die Veranstaltung war geprägt von inspirierenden Impulsen und offenen Diskussionen über Strategien, interkommunale Zusammenarbeit und die Zukunftsfähigkeit von Netzwerken. Hier einige zentrale Erkenntnisse:

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Bei der Transferwerkstatt geht es um Ergebnisaustausch

1. Ein Förderprogramm mit einer Laufzeit von zwei Jahren stellt besondere Herausforderungen an alle Akteure. Während unsere Projektformate jetzt anfangen richtig zu greifen und unser Netzwerk öffentlichkeitswirksam wahrgenommen wird, stellt sich bereits seit Monaten die Frage: Wie geht es nach der Förderung weiter? Die Strategien zur Verstetigung umfassen verschiedene Ansätze: gemeinschaftsbasiertes Wirtschaften, solidarische Finanzierung, die „Privatisierung“ des Netzwerks oder dessen Überführung in eine interkommunale Zusammenarbeit. Die Ideen sind da und Szenarien erdacht.

2. "Kommunen entwickeln keine Geschäfts- sondern Betriebsmodelle." Der Unternehmergeist muss extern eingebracht werden, um kommunale Förderprojekte wirtschaftlich tragfähig zu machen.

3. Effektive Zusammenarbeit mit Wirkung zwischen Kommunen und Akteuren kann über rein digitalen Austausch NICHT gelingen. Kollaborationen zwischen Verwaltung und Akteuren erfordert Zeit und echte Begegnungen: Dialog ohne Ablenkungen, ohne Handys, ohne ständige E-Mails. Es geht um Perspektivwechsel und -erweiterung, sich gegenseitig verstehen und Projekte aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten. Verwaltung und Innovationsakteur:innen sprechen oft unterschiedliche "Sprachen". Wer solche Projekte verstetigen will, muss also auch kulturelle Brücken bauen. Dazu braucht es vor allem Zeitressourcen bei den Beteiligten und gut kuratierte Begegnungs- und Arbeitsformate.

4. Geringe Fluktuation der Kernakteure ist ein Erfolgsfaktor für die nachhaltige Verstetigung von Projekten. Die Frage: Wie können Kommunen und Fördergeber Rahmenbedingungen schaffen, die Engagement langfristig ermöglichen ohne, dass Akteur:innen - auf beiden Seiten - ausbrennen? (z.B. Beschleunigung von Genehmigungsverfahren, Erleichterung von Abrechnung, kreatives Berichtswesen, etwa über Podcasts statt über redundante Berichte).

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Wie geht es weiter ?

Der Ergebnistransfer hat wichtige Denkanstöße geliefert. Nun geht es darum, die Erkenntnisse wirkungsvoll in die Praxis und für eine bessere Zukunft zu übersetzen. Neben dem wichtigen inhaltlichen Austausch blicken wir auf zwei Tage in schöner, vertrauensvoller (Arbeits)Atmosphäre zurück (inklusive einem exquisiten Konzert zweier Up-and-Coming Künstler John Winston Berta & Oliver Wissing. Ein stellvertretendes dickes Dankeschön an Dr. Florian Langguth für die tolle Orga, freien Gedanken und das Möglichmachen!